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2026 bleibt ein klarer Trend: Schweizer Banken prüfen neue Firmenkunden konsequenter. Der Hintergrund ist ein risikobasiertes AML/KYC-Regime (Geldwäschereipflichten), das Banken zu Sorgfalt, Monitoring und Dokumentation verpflichtet.

Parallel setzt die FINMA stärker auf proaktive Aufsicht und intensivere Vor-Ort-Kontrollen, was den Druck auf interne Bankprozesse erhöht.

Was bedeutet das konkret für GmbH/AG (und ausländische Gründer)?

Bei einer Kontoeröffnung (oder bei Konto-Upgrades) will die Bank nicht nur „Dokumente sehen“, sondern eine stimmige Story:
Wer steht hinter der Firma (Eigentum/Kontrolle)?
Was ist das Geschäftsmodell, wer sind Kunden/Lieferanten?
Wie entstehen Umsätze – und wie laufen Zahlungen (CH/EU/UK/US)?
Warum braucht es eine Schweizer Struktur – und gibt es Substanz?
Woher kommen Startkapital / Mittelzuflüsse (Source of Funds / Wealth)?

Was bedeutet UBO-Transparenz in der Schweiz?

Unter UBO (Ultimate Beneficial Owner / wirtschaftlich Berechtigte) versteht man die natürlichen Personen, die eine Gesellschaft letztlich besitzen oder kontrollieren. In der Praxis geht es darum, Eigentümer- und Kontrollketten nachvollziehbar zu dokumentieren und bei Änderungen zeitnah zu aktualisieren.

Für Unternehmen bedeutet das nicht „mehr Papier“, sondern vor allem: klare Daten, saubere Corporate Governance und ein bankfähiges Dossier für Kontoeröffnung, Finanzierung, Investoren, M&A oder Compliance-Checks durch Partner.

Was bedeutet „MWST online abrechnen“?

MWST-pflichtige Unternehmen in der Schweiz müssen ihre MWST-Abrechnung grundsätzlich online über das ePortal der ESTV einreichen. Seit 1. Januar 2025 ist die Onlinepflicht verbindlich; Papierformulare werden nicht mehr angeboten.

Wichtig für die Planung 2026: Die ESTV stellt den Service „MWST-Abrechnung easy“ ab Mai 2026 ein. Ab dann läuft die Abrechnung ausschliesslich über „MWST-Abrechnung pro“.